Dienstag, August 22, 2006

Odenwald pocket

Ja, natürlich will ich mich gesund ernähren.
Aber mal schnell zwei Milchbrötchen beim Bäcker schnappen oder eine Schachtel Kekse im Supermarkt, das geht ja sooo viel schneller, als extra in die Obst & Gemüseabteilung zu rennen, Äpfel abwiegen, dann noch schälen oder zumindest waschen, schneiden etc.

Es gibt auch mundgerechte Happen in der Kühlbox direkt neben der Abteilung, ich weiß. 3 Eur für eine kleine Portion verschiedener Melonensorten. Vielen Dank.
Aber nun ist mir etwas über den Weg gelaufen, dass ich wirklich putzig finde, und wie immer musste ich es haben und einen Testbericht darüber schreiben. Vielen Dank an die nette Promoterin ;-)
In diesem Fall ist es "Obst-to-go" oder eben "Odenwald pocket".



Hierbei handelt es sich um eine kleine Plastikverpackung - ähnlich wie z.B. Caprisonne - mit einem Kunststoff-Schrauberschuss obendrauf.
Das Nettogewicht beträgt 100g und es gibt sie z.Zt. in 4 verschiedenen Sorten:
  • Apfel-Erdbeere-Banane
  • Apfel-Aprikose
  • Apfel-Ananas-Maracuja
  • Apfel-Honig
Da ich auf Aprikosen allergisch reagiere, habe ich mich also nur an drei der vier Sorten gehalten.

Flugs den Schraubverschluss geöffnet und an der Öffnung gesaugt, bis etwas durch kam, dass in seiner Konsistenz an Babybrei erinnerte. Fruchtstücke sind mir bisher noch nicht aufgefallen.

Apfel-Honig: Stark püriertes Apfelmus eben, leicht gesüßt. Keine besonderen Vorkommnisse.

Apfel-Ananas-Maracuja: hier beträgt die Verteilung der einzelnen Fruchtsorten 70% zu 20% zu 7,5%, daher schmeckt man die Äpfel schon ziemlich stark durch. Was mich nur gestört hat war die Tatsache, dass irgendwas in meinem Hals kratzte, so wie das Kerngehäuse von Äpfeln.

Apfel-Erdbeere-Banane: Mein Favourit. Hier beträgt der Fruchtanteil: 64% - 20% - 10%, aber man schmeckt die Banane deutlicher durch als die Erdbeeren.

Insgesamt wirken aber alle getesteten Sorten ein wenig zu süß.

Auf der Webseite des Unternehmens Odenwald Früchte erfährt man auch weiteres über die Vorteile des Produktes, die da sind, dass jede Packung à 100g weniger als 100 kcal besitzt, dass sehr viel Vitamin C enthalten ist und dass Odenwald pocket fettfrei ist.
"Nun, ist ja auch Obst", mag der eine oder andere denken, doch ein Blick auf die Nährwertangaben für das Produkt "Apfel-Ananas-Maracuja" (die anderen sind schon entsorgt) besagt folgendes:

100 g enthalten:

Brennwert: 89 kcal
Eiweiß: 0,4 g
Kohlenhydrate: 20 g
Fett: 0,5 g
Vitamin C: 10 mg

Ich habe noch nicht endgültig entschieden, ob ich dieses Produkt wieder kaufen möchte.

Einerseits war es wirklich ein leckerer Snack, vielleicht kamen auch tiefverwurzelte Erinnerungen an die Zeit vom Babybrei wieder hoch. Ausserdem bin ich mit selbstgekochtem Apfelmus aufgewachsen, das meine Mutter immer mit eingekochtem Puddingpulver verfeinert hatte, und natürlich mit einer großen Portion Mutterliebe.
Alternativ höchstens noch dieses Apfelmus inkl Fruchtstückchen im Glas, das mit dem karierten Deckel, erinnert sich noch jemand? Muss mal Mami fragen, wo sie das immer gekauft hat, wenn es gerade keine "Apfel-Einkoch-Zeit" war.

Andererseits scheut auch mich als "gerade-mal-Mülltrenner-aber-sonst-wenig-Öko" dieser ganze Verpackungsmüll für so ein wenig Obstbrei. Muss das wirklich sein?
Besonders günstig ist es auch nicht, gestern habe ich für zwei große Äpfel 1,12 Eur bezahlt, und dieses kleine 100g - Tütchen schlug mit knapp 70 ct. zu Buche.


Wird wohl nur in Ausnahmefällen noch mal wieder gekauft, entwickelt sich bestimmt nicht zu einem ständig wiederkehrenden Gast in meinem Kühlschrank.

1 Kommentar:

  1. Das Zeug habe ich mal für ein Marktforschungsinstitut getestet. Für mich ist es Marketingschwachsinn, allenfalls gut auf Wanderungen, auf denen man vielleicht nicht ständig Hütten anläuft und keine schweren Obsttüten mitschleppen will. Alle anderen sollten lieber bei Frischobst bleiben, sonst werden uns demnächst noch die Äpfel von den Bäumen direkt zu Brei gezüchtet.

    Und das Preisverhältnis vor allem …

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