Samstag, Juli 07, 2007

Mein neuer bester Freund in der Küche - Kloßteig!

Wie ja der eine oder andere schon weiß, zähle ich ww - Punkte und versuche, mich nach deren Ernährungsvorgaben, die sich ja auch mit denen der DGE decken, zu ernähren.

WW belohnt einen, wenn man "gesunde" Produkte futtert, auch mit kleinen Geschenken, z.B. der "Satt-Regel", d.h. es gibt Lebensmittel, die man für einen festen Punktewert essen kann, bis man satt ist (nicht überfressen).

Dazu gehören auch Kartoffeln, mit denen ich mich nie sonderlich gut verstanden habe. Vielleicht liegt es daran, dass meine indische Mutter immer versucht hat "deutsch" zu kochen, und uns daher mit einer hohen Menge Kartoffeln malträtiert hat. Wer weiß.

Aber nun versuche ich mich Kartoffeln wieder anzunähern und was sehen meine Augen im ww-eigenen Handbuch? Auch die weiterverarbeiteten Kartoffeln in Reibekuchen- und Kloßteigen fallen unter diese Regelung!

Und da im chefkoch-Forum sowieso viel mit Kloßteig gearbeitet wird, habe ich also im Supermarkt zugeschlagen:




Im Prinzip ist es eigentlich nix anderes als gekochte, gestampfte, etwas pürrierte Kartoffeln. Aber für einen Kartoffel-Faulpelz wie mich genau das Richtige.

Was wir damit machen?

Also erstmal gibt es diesen unglaublich leckeren Sauerkrautauflauf, den der eine oder andere ja schon mal bei uns mitessen durfte.

Ausserdem setzt sich der Trend der "Kloßteigpizza" durch, d.h. Kloßteig aufs Blech, von jeder Seite 20 min. backen und dann wie eine Pizza belegen. Geht für kleine Mengen auch super in der Pfanne.

Und unsere - eher langweilige - Lieblingsverwendung ist die klassische "Beilage". D.h, ich brate lecker gewürztes Huhn an, dazu irgendein Gemüse und forme aus dem Kloßteig ca. Fünfmarkstück große Taler, die mit Salz, Pfeffer, Muskat und Paprikapulver gewürzt werden. Das Ganze wird angebraten in ein wenig von dem selbstgemachten Knoblauchöl auf Rapsölbasis - perfekt.
Der Rest des Kloßteiges kommt in die Tupperdose und harrt weiterer Verwendung.

Den Kloßteig gibt es von mehreren Firmen, Popp, Hengelein oder bei real auch von einer günstigeren Marke (allerdings rechnet es sich für uns nicht, extra für die gesparten paar ct. dorthin zu eiern).

In Zukunft will ich daraus auch mal Taschen formen, die ich lecker zu füllen gedenke, vielleicht mit Gyrosfleisch und Schafskäse ...

Kommentare:

  1. Nein, nein, nein, hier muss ich heftig protestieren:
    Kloßteig ist doch nicht einfach nur gekochte und zermatschte Kartoffel. Meine Thüringer-Klöße-kochende Mama würde heulen. Kloßteig ist nur zur einen Hälfte Kartoffelbrei. Mit diesem Brei überbrüht man den Kartoffelschab und verrührt die ganz Masse zu Kloßteig. Kartoffelschab ist geschabte Kartoffeln aus denen fast komplett das Wasser rausgezogen wurde. Man braucht also einen Entsafter mit Zentrifuge. Man "entsaftet" die Kartoffeln und das was in der Zentrifuge hängenbleibt, das ist der Schab.
    Sorry, ich als Thüringerin musste da jetzt einfach klugsch...

    ;-))

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  2. Wollte nur vermelden, daß Sanni heute mal den Sauerkrautauflauf gemacht hat und ich sehr positiv davon angetan war (auch wenn ich eingestehen muß, daß ich das bis zum ersten Biß nicht gedacht hätte). Daher Danke für den Tip!

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